Bei der Verwendung von Bodenheizungsrohren aus Kunststoff gilt es zu beachten, dass die Haltbarkeit der Rohre vor allem durch die Wirkungsdauer der im Kunststoff enthaltenen Stabilisatoren beeinträchtigt wird. Die Lebensdauer der Stabilisatoren liegt deutlich unter derjenigen des Trägermaterials, das einem anderen Alterungsprozess unterliegt. Dadurch kann es weniger Elastizität aufweisen und spröde werden.

Gerade ältere Bodenheizungen, die mit hohen Vorlauftemperaturen (um 60° bis 70°C) betrieben wurden, altern sehr viel schneller als moderne. Üblicherweise bestehen die Rohre von Bodenheizungen aus Polyäthylen (PE), vernetztem Polyäthylen (PE-X), Polypropylen (PP) – darunter co-polymeres Polypropylen (PPC) – oder Polybutylen (PB, auch als Polybuten bezeichnet). Als rechnerische Lebensdauer einer Bodenheizung wird ein Zeitraum von 30-50 Jahren angegeben.



Der eigentliche Kernpunkt in Bezug auf Verträglichkeit für den menschlichen Organismus besteht jedoch darin, dass die benützte Wärmeträgerflüssigkeit aus giftigen Chemikalien bestehen, die in der Lage sind, Wärme zu transportieren. So kommt u.a. Monopropylenglykol zum Einsatz. Es handelt sich dabei um eine stark hydroskopische Flüssigkeit (feuchtigkeitsbindend) mit der chemischen Bezeichnung 1,2-Propandiol.

Sie wird aus Propylenoxid hergestellt und ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen (trägt die Bezeichnung E 1520). Schockierend mag dabei auch die Tatsache wirkend, dass seit neuestem 1,2-Propylenglycol auch als Futterzusatz für Milchkühe verwendet wird. Propylenoxid hat sich in Tierversuchen als karzinogen (krebserregend) und mutagen (erbgutverändernd) erwiesen.

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